Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben

Ich liebe das Schreiben. Aus diesem Grund hab ich mir das kleine Büchlein “Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben” aus dem Dudenverlag besorgt. Ob die versprochene Frage auf dem Cover beantwortet wird?

Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben

Der Duden gilt als unumstrittene Institution, wenn es um die deutsche Rechtschreibung geht. Auch mir persönlich sind korrekte Schreibweisen, Formulierungen und Ausdrucksstile als gestalterisches Element sehr wichtig. In meinem Bücherregal finden sich unzählige Kompendien aus dem Verlag. Vom klassischen “Duden” bis hin zum Fremdwörterbuch. Kürzlich ist das Buch “Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben” erschienen. Dabei handelt es sich um einen Dialog zwischen der Autorin Kathrin Kunkel-Razum mit drei Vertretern der deutschen Sprache. Aber wird die Antwort auf dem Cover auch gegeben?

Ein (versuchter) Exkurs über die Bedeutsamkeit der Rechtschreibung

Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben
© Duden

Besonders in der Zeit digitaler Medien sollten wir der deutschen Rechtschreibung bzw. Ausdrucksweise mehr Qualität zumessen. Ich bin immer wieder erstaunt, welche Eskapaden sich in gedruckten Medien verbreiten. Vom Internet ganz zu schweigen. Da scheint das Buch “Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben” von Kathrin Kunkel-Razum genau den richtigen Ansatz zum Nachdenken zu bieten. Die rund 60 Seiten sind ein Dialog zwischen der Autorin und drei unterschiedlichen Vertretern der deutschen Sprache. Aufgebaut als Debattenbuch werden die Themen zum aktuellen Stand sowie zur Bedeutung von Rechtschreibkompetenzen behandelt.

Für mich ist das Buch allerdings nur eine etwas bessere Infobroschüre. Die Dialoge gehen nur selten in die Tiefe. Die Gesprächspartner sind allesamt von der älteren Generation und bieten daher nur wenig Input zu modernen Medien. In meinen Augen fehlt es der Gruppe eindeutig an Bandbreite zu diesem heiklen Thema.

Eine gute Idee….aber etwas seicht

Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben
© Duden

Der Grundgedanke von “Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben” ist ein sehr Guter. Jedoch mangelt es doch sehr an der praktischen Umsetzung. Aufgegriffene Fragen werden nur sehr oberflächlich diskutiert. Ebenso fehlen aktuelle Zahlen zum Status Quo der Rechtschreibkompetenzen. Die Autorin versucht im niedergeschriebenen Dialog zwar eine große Bandbreite anzusprechen, jedoch verlaufen viele Argumentationen mit nur wenigen Sätzen im Sand. Ebenso werden die Bedeutsamkeit digitaler Medien sowie die Entwicklung moderner Sprachelemente gar nicht behandelt.

Schlussendlich bin ich doch recht enttäuscht. Hatte mir hier aufgrund des Titels mehr erwartet. Auf fundierte Infos muss man leider nur hoffen. Positiv sei erwähnt, dass das Buch durchaus zu Diskussionen im eigenen Rahmen anregt. So bekommt man als Leser/in interessante Impulse.

Bezugsquelle

Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben (Kathrin Kunkel-Razum)Duden
Duden Verlag
ISBN 978-3-411-74296-7
EUR 8,00

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