Rezension: Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger {Werbung}

Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger entstammt der Feder von Autor Greg McKeown. Ob das Buch in der Praxis überzeugen kann? Hier gibts die Antwort. Cover und Kurzbeschreibung versprechen ein optimiertes Lebensgefühl. Weniger Stress, Fokus auf wichtige Dinge und Selbstmanagement machen Lust, sich durch die rund 300 Seiten zu lesen. Der Unimedica Verlag war so freundlich, mir ein kostenfreies Exemplar zur Verfügung zu stellen.

Essentialismus

Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger

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© Unimedica Verlag

Der Londoner Greg McKewon ist Leadership Stratege, öffentlicher Sprecher und New York Times Bestseller-Autor. Er arbeitet mit Topmanagern und gilt in der Branche als Koryphäe. In seinem Buch Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger spricht er über die entscheidenden Maßnahmen, wie durch präzisen Fokus am meisten erreicht werden kann. Dabei geht es nicht nur um berufliche Belange. McKewon zeigt zudem, wie Beziehungen, Kleiderschränke und privater Alltag vom Essentialismus profitieren. Der klare Tenor lautet “Weniger ist Mehr!”.

Aufgebaut ist das Buch in vier Teilbereiche:

  1. Die Essenz, in dem er die profunden Mechanismen erklärt.
  2. Das Erforschen, in dem es um das bewusste Erkennen von Prioritäten geht.
  3. Das Eliminieren, worin er darlegt, warum konkrete Entscheidungen so wichtig sind.
  4. Das Ausführen stellt schließlich die praktische Umsetzung sowie Evaluierung dar.

Zusammengefasst handelt es sich um ein breites Konglomerat an Strategien, wie man Unwichtiges erkennt und dadurch den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge lenkt. McKewon distanziert sich davon, einen weiteren “Ratgeber” herausgebracht zu haben. Vielmehr geht es darum, bewusst eigene Stärken und Ziele zu durchleuchten. Dies befähigt in der Praxis ein Leben mit großem Wert an Selbstbestimmung.

Ein Essentialist produziert mehr – bringt mehr hervor – indem er mehr entfernt anstatt zu tun.

Die Bedeutsamkeit der Wichtigkeit sehen

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© Unimedica Verlag

Das gesamte Buch Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger ist darauf ausgerichtet, Belanglosigkeiten im eigenen Leben zu erkennen. Sich also auf Wesentliches zu beschränken bildet den Kern aller Erörterungen. Zwar liefert Greg McKewon keinen detaillierten Weg, jedoch teilt er einige Beispiele aus der Praxis. Diese sollen dem Leser in der Umsetzung  helfen. Als höchstes Gut definiert sich durchgängig das eigene Ich.

Genau darum geht es im Buch. Ob es sich nun um ein berufliches Projekt handelt oder eine Aufgabe im privaten Bereich. Die Quintessenz ist das Erkennen persönlicher Werte, Ziele bzw. Bedürfnisse. Darauf ausgerichtet setzt man folglich die entsprechenden Aktionen. Zuerst wird Unnötiges erkannt wie aussortiert. Danach geht es um die Fokussierung der Lösung bis schließlich die Umsetzung gelingt. Hört sich einfach an – ist es auch. Als “Belohnung” verspricht Greg McKewon mehr Zeit, weniger Stress und ein gesteigertes Lebensgefühl.

Essentialismus – Was ist das eigentlich?

Essentialismus ist ein Begriff aus der Philosophie. Er ist die Idee, das Gegenstände bzw. Menschengruppen eine konkrete Existenz besitzen. Zudem meint er die Identität und das Wesen eines Gegenstandes. Der Begriff selbst geht bis auf Platon und Aristoteles zurück, wobei er im Laufe der Geschichte ebenso von anderen Strömungen (z. B. Kulturwissenschaften, Sexismus, Feminismus, Rassismus) verwendet wird. Im Grunde beschreibt er die Homogenität als gemeinsames Interessensziel.

Fazit zu Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger

Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger von Greg McKewon ist kein klassischer Ratgeber. Für mich stellt er eher eine Art Leitfaden dar, um fokussiert an Aufgaben heranzugehen. Als Plus befreit man sich selbst von hemmenden Ballast und erreicht dadurch mehr in weniger Zeit. Sehr gelungen finde ich den Aufbau in vier Teilbereiche, sowie die praxisnahen Beispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Das thematische Grundkonzept vom Buch ist grundsätzlich nicht neu. Es fasst einfach jene Punkte zusammen, welche zu einer erfolgreichen Umsetzung führen sollen. Allerdings sind in meinen Augen die 300 Seiten überdimensioniert. Vieles findet unzählige Wiederholungen. So wird auch um den heißen Brei herumgeredet bzw. Kapitel unnötig in die Länge gezogen. Für die Diskussion der zentralen Aspekte wären aus meiner Sicht 50 Seiten ausreichend.

EssentialismusBezugsquelle

Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger (Greg McKeown)
Unimedica im Narayan Verlag
ISBN: 978-3962570378
EUR 19,80

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