Bialetti Mukka im Test – Hat der Cappucchino das gewisse “Muh”?

Ein guter Cappuccino braucht vor allem Eines: perfekten Milchschaum. Die Bialetti Mukka  soll in einem Schritt Kaffee brühen und Milch aufschäumen. Ob das Ergebnis auch wirklich überzeugt, verrat ich euch in meinem kleinen Test.

Bialetti Mukka

Bialetti Mukka verspricht Cappuccino mit dem gewissen “Muh”

Bialetti MukkaEs gibt Dinge, bei denen ich genau weiß, dass ich sie nicht brauchen werde. Doch irgendwo gibt es im Kopf dieses Gen. Dieses “das-will-ich-haben-Gen”. Meinen Kaffee trinke ich Zuhause stets schwarz oder mit ein ganz klein wenig Milch. Trotzdem wollte ich die Bialetti Mukka haben. Aber ein Neupreis zwischen EUR 70,00 – 80,00 ist mir einfach zu hoch. Dann war da dieser eine Tag. Auf der Plattform Willhaben stand sie für EUR 10,00 zum Verkauf. Da hab ich sofort zugeschlagen.

Eigentlich fungiert Bialetti seit den 30er Jahren als Synonym für ursprünglichen Kaffee. Die Grundidee war, unkompliziert Mokka brühen zu können. Die Form der Kanne hat sich kaum verändert, jedoch kamen immer wieder Sonderserien bzw. -modelle auf den Markt. Mit der Bialetti Mukka versucht das Unternehmen, Liebhaber von Cappuccino anzusprechen. Kann das überhaupt funktionieren? Nun, ich hab sie ausprobiert und teile gerne meine Erfahrungen mit euch.

Mokka + Muh = Cappuccino

Bialetti MukkaDas italienische Unternehmen scheint die Idee der Cappuccinozubereitung neu gedacht zu haben. Mit der Bialetti Mukka wird die Mokkakanne mit einem Milchaufschäumer kombiniert. Per geschickter Technik leitet der Kocher heißen Wasserdampf durch ein Ventilsystem in die Milch und erzeugt dadurch einen passablen Milchschaum. Zeitgleich wird der Mokka gebrüht und so in einem Arbeitsschritt in leckeren Cappuccino verwandelt. Das “kuh-le” Muster bringt zudem tierisches Design mit sich.

So funktioniert die Bialetti Mukka

Bialetti MukkaDer Weg zum Cappuccino gestaltet sich mit der Bialetti Mukka recht einfach. Ins untere Gefäß kommt wie gewohnt das Wasser, anschließend das Kaffeemehl in den Sieb. Zuschrauben und in den oberen Kannenteil die Milch bis zur Kennzeichnungsmarke füllen. Dann gehts auf den Herd. Langsam fängt es zu blubbern an. Dann blubbert es noch ein wenig mehr. Und bevor der Mokka durchgepresst wird, springt das Ventil auf, um der Milch ordentlich Schaum zu geben.

Soweit die theoretische Praxis. Im Normalfall funktioniert es wie versprochen. Vorausgesetzt, man verwendet eine schäumbare Milch. Am besten haben sich bei mir 1,5% Kuhmilch und Sojamilch bewährt. Der Schaum ist hier recht zufriedenstellend, kann aber nicht mit echtem Milchschaum verglichen werden. Dafür ist er einfach zu grob. Aber immerhin ist es Milchschaum.

Na dann ist alles gut!? Cappuccino zu jeder Gelegenheit………..wäre mein Name nicht Micha. Denn aus unbekannten Gründen richtet die Bialetti Mukka bei mir immer eine riesige Sauerei an. Die Milch kocht über bzw. verteil sich in alle Richtungen. Wenn das nicht geschieht, spätestens der Mokka bringt die Kanne zum Überlaufen. Das Resultat? Eingebrannte Milch am Herd, ein Putzlappen und Cappuccino. Letzterer beginnt gerade kalt zu werden, während ich versuche, alles wieder sauber zu bekommen.

Cappuccino mit extra Portion “Muh”. Aber nur dann, wenn beim Zubereiten nichts schief geht!

Sauberkeit muss sein – nix für Faule

Die Reinigung der Bialetti Mukka ist grundsätzlich simpel. Die Kanne ist, wie auch in der klassischen Variante, problemlos zu reinigen. Das herausnehmbare Ventil kann in den Geschirrspüler. Jedoch empfehle ich dringend, es nach jeder Verwendung SOFORT unter fließendem Wasser durchzuspülen. Ansonsten würde sich die Milch im Inneren festsetzen. Hygiene? Hmmmm…..! Das Reinigen selbst würde mich ja nicht stören. Allerdings genieße ich meinen Kaffee gerne, ohne vorher Küchendienst schieben zu müssen.

Cappuccino aus der Bialetti Mukka – Top oder Flop?

Das ist jetzt wohl die Gretchenfrage. Sagen wir es mal so: wenn alles nach Handbuch funktioniert, ist die Bialetti Mukka eine kuh-le Abwechslung für Zuhause. Einzig die Notwendigkeit, dass Ventil sofort reinigen zu müssen trübt die Freude etwas. Wenn es allerdings schief geht, dann floppt die Kanne gewaltig. Man hat nicht nur Milch in der ganzen Küche, sondern darf gleichzeitig den Putzlappen schwingen.

So soll die Bialetti Mukka funktionieren

Auf YouTube bin ich auf ein Video von Otten Coffee gestoßen. Hier scheint ein echter Milchkuh-Profi am Werk sein.

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